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Umgebindehäuser eine europäische Einmaligkeit.
Eine Dokumentation von Karl Bernert, der Experte für Umgebindehäuser hier in der Oberlausitz.
Unter den mannigfachen Reizen der lausitzer Landschaften, insbesondere der Oberlausitz mit seiner lieblichen Mittelgebirgslandschaft, geschichtsträchtigen Städten wie Bautzen, Görlitz, Herrnhut, Löbau und Zittau, der Grenznähe zu Nordböhmen in der Tschechischen Republik und Niederschlesien in Polen, fmdet man hier eine europäische einmalige Konzentration der Umgebindebauweise.Diese Besonderheit der ländlichen Bauten, also der Volksbauweise, prägt hier noch manchen Teil der Landschaft und auch das Aussehen sehr vieler Orte. Man findet diese Bauten auch in einer Reihe von heutigen Städten.
Als Beispiel seien genannt: Ebersbach, Neusalza-Spremberg, Oppach und Seifhennersdorf. So tragen die Umgebindehäuser wesentlich mit dazu bei, daß man die schöne Oberlausitz unmöglich mit einer anderen, ebenfalls schönen Mittelgebirgslandschaft verwechseln kann.
Der Besucher des südöstlichen Teiles von Sachsen bemerkt sehr schnell, daß es hier ganz eigenartige Wohnhäuser gibt. Es wird ihm auch bald auffallen, daß diese Häuser in sehr vielen Varianten vorkommen, da ein ganz kleines, dort ein mittelgroßes und an anderer Stelle auch ein sehr großes, nur als Einzelstück zwischen anderen Gebäuden, in Gruppen oder gar in großer Anzahl in manchen Orten. Abgesehen von wenigen oder Einzelobjekten im südwestlichsten Polen, im Vogt- bzw. Egerland, in der Gegend um Altenburg oder Jena, in West- bzw. Südböhmen, wird er diese Bauten in größerer Anzahl nur noch in Nordböhmen finden können.
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