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Einzelobjekte, die ins Auge springen.
Genannt werden sollen hier einige repräsentative Einzelobjekte, wobei die Reihenfolge der Aufzählung keineswegs einer Wertung gleichkommen soll.
Beginnen wir im Norden: Der Erlichthof in Rietschen (Nähe Tankstelle) ist ein im Ausbau begriffenes Freilichtmuseum. Aus den durch den Braunkohleabbau verlorengegangenen Orten oder Ortsteilen wurden einzelne, für die dortige Landschaft typische Blockholzbauten umgesetzt und dadurch vor der Vernichtung gerettet. Im Gegensatz zu den Umgebindebauten, zum Beispiel im »Oberland«, sind hier oft nur Giebelumgebinde vorhanden. Gute Beispiele dazu stehen in einem Ort östlich von Rietschen, in Daubitz, Dorfstraße 25, 59 und gegenüber von Nr. 63. Im Freilichtmuseum steht jetzt der Hof Nummer 31 aus Mochholz. Weitere Bauten sind aufgebaut und werden genutzt. Neben den Besitzern noch stehender Schrotholzhäuser in dieser Landschaft gebührt Dank der Gemeinde und dem Förderverein, daß diese Art der Volksbauweise erhalten wurde und dem Besucher des Museumsgebietes offen steht. Als weiterer Museumshof sei der in Markersdorf genannt. Durch seine Exponate läßt sich gut ein Überblick über die ländliche Lebensweise vergangener Zeiten gewinnen. Natürlich ist dies auch in den anderen Museen bzw. Heimatmuseen der Oberlausitz, wie in Cunewalde, Ober- bzw. Niedercunnersdorf, Lawalde, Sohland an der Spree, Niesky und im wohl bekanntesten Umgebindehaus, dem sogenannten »Reiterhaus« in Neusalza-Spremberg, möglich.
Der Betrachter von Umgebindehäusern wird, sobald er einige genauer angesehen hat, bemerken, daß manche von ihnen in ihrer Gesamterscheinung auf den ersten Blick ein attraktives Erscheinungsbild haben. Das sehr häufig genannte »Reiterhaus« in Neusalza-Spremberg ist durch seine Hanglage und durch die Reiterfigur auffällig. Die Zugänge von der B 96 aus und die Baumkulisse hinter dem Haus geben ein sehr malerisches Bild. Anders, aber auch sehr idyllisch, liegt ein Haus in der Landschaft am oberen Ortsrand von Obercunnersdorf. Ob im Blick zum Kottmarberg hin oder in nördlicher Richtung
in die Landschaft, immer entsteht ein besonderes Bild, das schon viele Fotografen zu Kalenderblättern oder Postkarten inspirierte. Blicke auf Umgebindehäuser, die Wasser mit einbeziehen, sind relativ selten. Als Beispiel seien hier einige Partien an der Mandau in Großschönau (z. B. in Nähe des Damastmuseums) oder in Seifhennersdorf und Hainewalde genannt.
Auf den ersten Blick werden auch etwas ungewöhnliche Gebäude auffallen. So in Obercunnersdorf die «Rinnmühle«, unter deren einem Teil der Dorfbach hindurchfließt und in deren straßenseitiger Front ein Mühlstein steht. Das »Schunkelhaus« ist ein interessantes Beispiel dafür, wie im Ort bei der Besiedlung der Dorfaue auch der kleinste freie Platz, so schiefwinklig wie er war, doch noch zum Bau eines Hauses genutzt wurde. Ein weiteres Beispiel bildet das im Ausbau befindliche Heimatmuseum in Dittelsdorf. Heute, als eine Folgeerscheinung des früheren Straßenbaus, liegt das Gebäude hier tiefer als die vorüberführende Straße. Die Vorlaubenhäuser in Schirgiswalde und in Hirschfelde, auf den jeweiligen Hauptplätzen der Orte, fallen sicher auch auf. Eine weitere Besonderheit mit Bezug auf das Erscheinungsbild von Umgebindehäusern sind Situationen, bei denen schöne alte Bäume zum Gesamteindruck mit hinzukommen.
Drei Beispiele: Königshain am östlichen Ortsausgang an der Straße von Görlitz aus, am Eingang zum Erlichtenhof in Rietschen und der von der Gemeinde Niedercunnersdorf sehr gut in Ordnung gebrachte Hof in der Nähe des Gemeindeamtes.
Nicht unerwähnt sollen auch solche Situationen bleiben, bei denen zum Gesamteindruck eine Wasserfläche, ein Wehr, ein besonderer Blick, z. B. zur Kirche des jeweiligen Ortes, einer besonderen Straßensituation oder, so wie es in katholischen Gegenden üblich ist, ein Wegekreuz mit hinzukommt.Abschließend zu Dingen im Erscheinungsbild von Umgebindehäusern, die zum Teil relativ klein sind, oft aber dem jeweiligen Haus eine besondere Note geben. Zunächst einmal die Volksfestpreise, wie in Neusalza-Spremberg am »Reiterhaus«, der »Reiter« oder die »Adler«, zum Beispiel in Oppach, Löbauer Straße oder in Cunewalde am Heimatmuseum. Sehr erfreulich war, daß vom »Sonnenuhrendorf« Taubenheim eine »Renaissance« dieser Zeitmesser ausging. Ein Einzelstück zu nennen, würde all die vielen alten und die neu entstandenen, oft liebevoll oder humorvoll gestalteten, zurücksetzen. Eine weitere Besonderheit sei noch erwähnt: Blitzschlangen - ein schlangenähnlich gesägtes Brett am Giebel (z. B. in Ebersbach, Spreedorfer Straße 66) - dürften wohl ein Zeichen dafür sein, daß früher doch noch Personen eine heidnische Wassergottheit um Schutz vor Blitzschlag baten. In Nordböhmen findet man noch manchmal Kruzifixe oder Heiligenfiguren, im Sorbischen Kreuze am oder bei dem Haus.
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